K K K S TA

Gay in Jerusalem

Das Jerusalemer Nachtleben ist berühmt für seine Vielfalt und bietet einen eklektischen Mix von hippen und alternativen Szenespots zum Entdecken. Die schwul-lesbische Szene Jerusalems mag zwar ruhiger sein als die berüchtigte Szene von Tel Aviv, aber es gibt dennoch einige Orte in der Stadt, in denen das Leben tobt.

Mit seinem hochironischen Namen ist die Mikveh Bar (eine Mikveh oder Mikwe ist eine rituelles Tauchbad) das Herz der Jerusalemer Gay-Szene. Auf der Shoshan Street inmitten des alternativen Viertels der Innenstadt Jerusalems gelegen, veranstaltet diese belebte Bar montags „Eleganza“, eine extravagante Drag Show und außerdem riesige wilde Parties an den Donnerstagen.

Weiterhin ist die gay-freundliche Video Bar zu empfehlen, die im russischen Viertel liegt und drei Kneipen umfasst: Hataklit, „Die Platte“, ein Ort für Liebhaber alternativer Klänge, HaKaseta, „Die Kassette“, eine hippe Studentenbar und Raash-Hour, „Das Radio“, ein Café mit eigener Internetradiostation.

Für einen ruhigeren Rückzugsort, welcher dennoch in der Nähe aller wichtigen Jerusalemer Sehenswürdigkeiten liegt, probieren Sie es mit dem Café Tmol Shilshom, das teils Buchladen, teils Café und teils einfach Ort zum Abhängen ist. Das Café ist etwas versteckt und über einen Hinterhof und eine Metaltreppe zu erreichen. Zentral für die lokale LGBT-Szene ist das „Open House Center“, eine Organisation, die Informationen bereitstellt, Beratung für die LGBT-Community anbietet und Pride-Events organisiert.

Man sollte im Hinterkopf behalten, dass durch den religiös und spirituell betonten Charakter der Stadt Jerusalem nicht so liberal wie der Rest von Israel ist. Daher ist es für Reisende aus der LGBT-Szene ratsam, in Jerusalem diskreter zu sein, besonders in orthodoxen religiösen Gegenden.